Zu den Bildungstagen

Im BFD-Gesetz heißt es wörtlich: "Die Freiwilligen werden angemessen begleitet". Inzwischen ist geklärt, was "angemessen" bedeutet: Jeder Freiwillige im BFD 27+ hat das Recht auf einen persönlichen Ansprechpartner in seiner BFD-Zeit (=> Begleitung) und auf einen kostenfreien Bildungstag pro Einsatzmonat.

In einem Jahr, zum Beispiel, kommen so zwölf Bildungstage zusammen. Die Themen der Bildungstage können sich die Freiwilligen nach eigenen Interessen und Wünschen selbst zusammenstellen. Auch dafür ist die "Bildungskooperation" und deren gemeinsamer "Katalog an Bildungstagen" gedacht.

Die speziellen Angebote der Diakonie finden  Sie beispielhaft vorgestellt in den folgenden Bildungstagen.
Sie entstammen allesamt  Angeboten der Diakonie der letzten drei Jahre. Für alle Bildungstage gilt: Fahrtkosten werden erstattet, Verpflegung gestellt, und es entstehen keine weiteren Kosten für Exkursionen, Führungen etc.

Hier finden Sie den direkten Link auf den aktuellen =>Gesamtkatalog 2015/2016 der Bildungskooperation. Viel Spaß beim Schmökern und Entscheiden.

Wir freuen uns auf Sie!
Als "Neu" im Team der Freiwilligen haben Sie sicher viele Fragen. Rechtliche, organisatorische, fachliche und überhaupt...wer wäre da nicht neugierig. Auch auf die anderen Freiwilligen in der Diakonie.

Dafür ist dieser Tag gedacht. Am Begrüßungstag (man kann auch "Info-Tag" dazu sagen) werden alle Freiwilligen, die frisch den BFD begonnen haben, nach Nürnberg eingeladen. In der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes Bayern erwartet Sie der verantwortliche "Referent für den BFD 27+", um Sie willkommen zu heißen.
An diesem Tag ist dann Gelegenheit, alles Wichtige zum BFD zu besprechen. Bildungstage: wie geht denn das? Wie sieht es mit der Fahrtkostenerstatttung aus? Wer hilft mir bei Fragen mit Ämtern und Behörden? Was mache ich, wenn etwas nicht so gut läuft?  Was heißt denn Einsatzstellenbesuch und, und, und...

Jede Frage erhält eine Antwort. Und zudem lernen Sie an diesem Tag jede Menge netter Menschen kennen, die auch den BFD beginnen.

=>Fahrtkosten werden erstattet und Mittagessen, Kaffee, Gebäck und Getränke sind natürlich kostenfrei.

Freiwilligendienst ist auch körperliche Arbeit. Sei es der Umgang mit Rollstuhl und Lifter, sei es die Tätigkeiten an einem Pflegebett. Ein BFD 27+ im Bereich der hausmeisterlichen Arbeit und im Fahrdienst kann ebenfalls anstrengen. Damit Sie von Anfang an eine Sicherheit bekommen, wie sie richtig greifen, heben, tragen oder die zu Betreuenden richtig führen, gibt es diesen Tag. Eine Fachfrau mit großer Erfahrung und umfassendem Wissen aus dem Gesundheitsbereich zeigt Ihnen alles Notwendige und Wichtige. Es gibt genügend Raum für das praktische Üben und das gemeinsame Besprechen der verschiedensten Arbeitssituationen.
Bei dieser Gelegenheit erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieses Bildungstages auch noch eine Auffrischung in Erste Hilfe- bzw. Sofortmaßnahmen bei Unfällen, Stürzen oder anderen überraschenden und gefährdenden Momenten.

Ziel ist es, den Freiwilligen an diesem Tag die richtige Körper(arbeits-)haltung und den effektiven Krafteinsatz zu zeigen. Und die Sicherheit, richtig zu handeln. Damit Sie im BFD 27+ sicher und gesund bleiben

...und auch daheim!

Die vornehmste Aufgabe unseres Gehirns, unseres Gedächtnisses ist, zu unterscheiden, was wir vergessen dürfen und was uns ein Leben lang begleiten soll. Eine komplexe, anspruchsvolle Aufgabe, die auch mit bewusstem Lernen zu tun hat. Freiwillige, die mit älteren Menschen im BFD27+ arbeiten, werden schnell mit dem Phänomen des unorganisierten Vergessens konfrontiert werden. Stichwort Demenz, Stichwort Morbus Alzheimer. Auch im privaten, persönlichen Umfeld hören wir diese beiden Begriffe immer wieder.

An diesem Tag geht es also um Zweierlei:
Um das Lernen und um das Vergessen.

Über beides ist viel Wissen bekannt. Eine Spezialistin für dieses Thema steht uns an diesem Bildungstag zur Verfügung. Sie wird gemeinsam mit den Teilnehmenden das Erinnern und das Vergessen anhand der natürlichen Funktionen unseres Gehirns besprechen. Übungen aus der Praxis werden die Regeln des Erkennens, Begreifens und Einordnens persönlich erlebbar machen.

Der zweite Schwerpunkt wird das Vorstellen und das Darstellen von Demenz sein. Neben dem biologischen, medizinischen Wissen ist es für uns besonders wichtig, dass die Freiwilligen viele praktische Antworten auf die Frage nach dem täglichen Umgang mit Menschen mit Demenz bekommen. 
Soviel vorweg: Bringen Sie eine gehörige Portion Humor mit.

Er hilft Ihnen und Ihren Patienten.

 

 

Sie sind Freiwillige(r) in der Pflege? Sie haben Angehörige, die (absehbar) pflegebedürftig sind? Sie interessiert das Thema grundsätzlich? Dann sind Sie an diesem Tag richtig!

Ein Unterrichtspfleger steht Rede und Antwort. Mehr noch, er vermittelt Ihnen das Wissen und zeigt Ihnen die praktischen Übungen, die Sie daheim, privat oder in der Tätigkeit im Freiwilligendienst benötigen, um sicher und richtig (einfache) Pflegehandlungen vorzunehmen.

Es wird um das richtige Liegen, das unterstützende Gehen, die richtige Lagerung, das aus-dem-Bett-und-auf-den-Stuhl-Helfen, rückenschonende Drehbewegungen und, und, und gehen. (Wenn Sie sich für das Fremdwort interessieren: Kinestethik)

Der Fachmann steht uns auch für alle medizinischen Aspekte zur Verfügung. Ob es sich um Schlaganfall oder um Herzinfarkt handelt, ob Sie Wissen über Diabetes und Dekubitus brauchen.

Einen breiten Raum wird das begleitende, betreuende Verhalten einnehmen. Der Umgang mit Menschen, die Schmerzen empfinden, die allein sind, die Ängste zeigen - Ihnen beizustehen, sie zu begleiten ist eine der vornehmsten, eine der anstrengendsten und eine der erfüllendsten Aufgaben im BFD 27+.

Sie werden an diesem Tag natürlich Gelegenheit haben, sich mit den anderen BFD 27+ Freiwilligen in diesem Arbeitsfeld  auszutauschen und sich durch den Erfahrungsaustausch wechselseitig zu unterstützen.

Psychologie ist "in", Psychologie ist "geheimnisvoll", Psychologie "erklärt alles", Psychologie ist "Theologie - aber auf Krankenschein..."

So viele Einschätzungen, so viele Urteile. Ein Beruf wie jeder andere, ein "Durchschauer", ein "Durchblicker" der menschlichen Welt, oder stimmt das Bonmont von Karl Krauss, wonach die Psychologie nur die Antworten gibt auf die Fragen, die es ohne Psychologie ohnehin gar nicht gäbe!

Wir haben an diesem Tag die Gelegenheit, all dies zu fragen und neben den Antworten darauf, einige weitere Erkenntnisse und Erlebnisse mit nach Hause zu nehmen.

Ein Diplompsychologe und Psychotherapeut mit eigener Praxis und großer Erfahrung steht uns Rede und Antwort. Er erklärt uns Neurosen (die heutzutage so nicht mehr heißen), er erklärt uns Psychosen (das sind  furchtbehaftete Phänomene wie z.B. Schizophrenie) und er zeigt uns unsere eigenen Wahrnehmungsfallen.

Besonders faszinierend sind die praktischen Übungen und Experimente. Diese werden Ihnen viel über sich selbst zeigen:

Das versprechen wir Ihnen!

Ziel ist, den Teilnehmern des Tages zu zeigen, wie helfend es sein kann, im täglichen Leben psychologisches Wissen anzuwenden. Wie viel in unseren eigenen Händen, Herzen und Köpfen liegt, und wo der graue Bereich des Üblichen, des Normalen sich langsam verdunkelt und die Leiden beginnen.

Wenn Sie nach diesem Tag ein klein bisschen über sich selbst klüger geworden sind, dann ist ein Ziel erreicht. Und wenn Sie manches für das tägliche Leben (auch im BFD 27+) mitnehmen können, dann sind es sogar schon zwei!

Es gibt Begriffe, wären sie an der Börse, sie würden ihren Besitzer reich machen.

"Konflikt" ist so ein Begriff. In aller Munde, auf vieles angewandt und immer und überall "erklärt" bzw. "zum lösen" freigegeben.

Konflikte sind aber nur ein logischer Teil eines viel größeren und viel faszinierenderen Phänomens:

Das der menschlichen Kommunikation: die Fähigkeit des Menschen, mit Hilfe von Körper, Geruch, Augen und Stimme andere Menschen zu verstehen. (Oder zumindest daran zu glauben, sie zu verstehen).

Dieser Bildungstag ist für alle gedacht, die sich mit diesem Kreislauf beschäftigen möchten:

=> erkennen, einordnen, bewerten, antworten,

Erstaunlich ist nicht, dass wir uns missverstehen, wirklich erstaunlich ist, dass wir uns trotz unzähliger Missverständnisse immer noch mitteilen können und wollen.

Streit ist auch eine Form der Mitteilung, der Kommunikation. Auch er kann gelernt werden, auch ihm kann begegnet werden. Indem ich mich durchsetze, indem ich nachgebe oder indem ich an anderer Stelle wieder einen anderen Streit beginne...

An diesem Tag werden sich theoretische Erläuterungen über Kommunikation, Konfrontation und Eskalation mit praktischen, nachfühlbaren Übungen abwechseln. Sie sollen sich danach im Privaten und im BFD, mit Kollegen und Kolleginnen, mit Patienten und Klienten, mit Fremden und Bekannten ein klein bisschen besser  verstehen, ein klein bisschen besser durchsetzen und ein klein bisschen besser den Anderen (und dessen wirkliches Wollen) wahrnehmen können.

Aber keine Bange:

Jeder Konflikt ist auch komisch. Es darf und wird gelacht werden.

 

 

Sie haben sich für 6-18 Monate auf einen BFD 27+ eingelassen. Sie sind jetzt schon eingearbeitet, Sie haben vielfältige Erfahrungen gemacht, Sie sind kein Neuling mehr.

Es ist an der Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen:

Wie ist es bis jetzt gelaufen? Was ist Ihnen aufgefallen: an der Arbeit, am Team, an den Patienten, Klienten, Gästen, zu Betreuenden?

Was fiel Ihnen leicht? Was schwer? Was hat Sie geärgert? Was hat Ihnen jetzt schon etwas "gebracht"? Was hat Sie traurig gemacht, was glücklich?

Wie soll die "2. Halbzeit" laufen?

Jetzt ist die Gelegenheit gekommen. Und mit wem lässt sich dies besser besprechen als mit Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden: mit anderen Freiwilligen

=> dem gemeinsamen Team der BFD27+ in der Diakonie.

Wir werden uns an diesem Tag mit Ihnen und Ihrem Erlebten beschäftigen. Es erzählen, es einordnen helfen, es bewerten und mögliche Schlußfolgerungen besprechen. Wo gibt es Konflikte, wo gibt es Nachholbedarf, was kann geändert werden (und was nicht)?  Es darf auch laut über weitergehende Änderungen nachgedacht werden.

In der Einsatzstelle neue Schwerpunkte setzen, gar etwas Neues beginnen?

Der Ort für diesen Bildungstag wird mit Bedacht ausgesucht. Je nach Stimmung und Verlauf ist für den Nachmittag ein weiteres Thema in der Umgebung möglich. Vielleicht eine Exkursion, vielleicht ein Vortrag.

Es liegt ganz stark an dem Erlebten der Freiwilligen.

Und ganz wichtig: Es werden gemeinsame Pläne geschmiedet, Themen für Bildungstage und für die Abschlußtage.

Schließlich braucht und hat alles seine Zeit.

Wie heißt es so schön:

"Wir stehen auf den Schultern der Eltern, die wiederum auf den Schultern ihrer Eltern, und dieser Turm reicht weit zurück in die Geschichte..."

In der Schule eher ein Fach für "Liebhaber" und Streber, danach uninteressant, weil nicht zeitgemäß ("out"), und jetzt? Wie geht es Ihnen?

Ist es nicht so, dass mit zunehmendem persönlichem Alter auch das Interesse an Geschichte auftaucht und sich weitet: der Blick verweilt jetzt länger auf Altem, Gewesenem, sei es greifbar wie Gebäude oder unbegreiflich wie die Erzählungen "von früher"...

Wer in Städten wie Nürnberg lebt, lebt in der Geschichte. Vom Mittelalter bis in das 20ste Jahrhundert, von der Reformation bis zur Jetzt-Zeit.

Es gibt so vieles zu sehen und zu erklären. Nur wer tut es?

Wir haben jemanden gefunden: einen Professor für "Neue Geschichte" und "Volkskunde". Mit ihm zusammen begeben wir uns auf eine Zeitreise:

Reformation, 30-jähriger (Religions-)Krieg, die stolzen Patrizier und ihre Burg, Albrecht Dürer und seine Zeitgenossen, die Industrialisierung und das Bürgertum, 1. Weltkrieg und Weimar, die Zeit ohne und mit Krieg unter den Nazis, das Kriegsende, der "Wiederaufbau", die goldenen 50er und die kurze Strecke bis zum Jahre 2015...

Wir haben diesen Bildungstag zweigeteilt: am Vormittag gibt es Wissen und Erzählungen pur. Stellen Sie die Fragen, die Sie schon immer mal stellen wollten, aber kein Geschichtskundiger weit und breit... Jetzt haben Sie Ihn vor sich.

Sei es Religionsgeschichte, sei es aus dem Bereich der Kultur, geht es um Reiche und Mächtige oder geht es um das Leben der "kleinen" Leute. Sie werden erstaunt sein, wie weit die Auswirkungen von früheren Ereignissen in die Gegenwart reichen und unser Leben mitbestimmen: In der Sprache, in Bräuchen, im Denken.

Nachmittags machen wir dann die Exkursionen: ins Dokumentationszentrum (ehemaliges Reichsparteitagsgelände), ins Albrecht-Dürer-Haus, in die Innenstadtkirchen, in den "Untergrund" (Felsenkeller unterhalb der Burg).

Wir können auch Stadtführungen mit eigenen Schwerpunkten festlegen (Gesundheit, Mittelalter, Arbeiter und Industriekultur).

Sie bestimmen mit, denn

"Wer die Geschichte nicht versteht, ist gezwungen, sie zu wiederholen... zuerst als Farce, dann als Trägodie."

 

 

 

 

Ein Thema aus dem richtigen Leben.

Computer sind alles, beherrschen alles, regeln alles. Wohl dem, der da mithalten kann und will.

Es gibt aber genügend Menschen (auch im BFD27+), die aus den unterschiedlichsten Gründen heraus bis jetzt noch keinen Kontakt mit PC, word, Internet und Co. haben.

Nur für die ist dieser Tag gedacht. Der EDV-Fachmann des Diakonischen Werks baut für bis zu 8 Teilnehmer jeweils einen Rechner/PC auf. Und dann erklärt er uns alles.

Nicht in PC-Sprache, sondern in Alltagssprache. Nicht, um Ihnen sein Fachwissen zu zeigen, sondern um Sie neugierig zu machen. Und mutig: mutig, einfach mal loszulegen.

Unter seiner Führung gehen die Teilnehmer an diesem Tag ins große, weite Netz, machen diverse Programme auf und zu, erfahren alles Wichtige über die Teile, die dafür sorgen, dass alles funktioniert (oder nicht) und machen gemeinsam erste Schritte mit "Maus" und "Google".

Wir wollen "das Netz" auch für Anfänger und Späteinsteiger begehbar machen, wir wollen Sie neugierig machen und, selbst wenn Sie sich nach diesem Tag weder für sms noch für ebay begeistern,

Sie wissen danach jedenfalls, was das ist.

 

 

In einem Liedtext aus den 70ern heißt es:

"freedom is just another word for nothing left to lose" => "Freiheit heißt, nichts mehr zu verlieren". (Janis Joplin)

Und doch ist keine Angst größer, als die Angst zu verlieren. Das Glück, das Geld, den Partner, die Partnerin, das Spiel, den Streit, die Wette, den Wettkampf, die Idee und letztlich... das Leben.

Menschen gewinnen und verlieren Dinge und Fähigkeiten, Mittel und Wege...

All unser Streben ist auf das "Mehren", "sich Binden" gerichtet, das Horten und Sammeln, das Verteidigen und Festhalten. Trotzdem zeigt uns jeder Tag, jeder Blick in die Zeitung die Vergeblichkeit dieses Bemühens.

Seien es Hochzeiten (und Scheidungen), seien es Geburtsanzeigen (oder Sterbeanzeigen).

Auch im BFD 27+ sind viele Freiwillige mit dem Thema "loslassen, ändern, verlieren und sterben" konfrontiert.

Gibt es einen Ort darüber zu sprechen, sich auszutauschen...?

Ja.

An diesem Bildungstag wird uns das Thema begleiten. Anfang und Ende, Gewinn und Verlust, Haben und Sein und letztlich "nicht mehr Sein"...

Referenten aus der Praxis (sei es Hospiz, sei es Seelsorge) werden diesen Tag mit Ihnen zusammen gestalten. Für diejenigen, die etwas verlieren (werden), aber auch (und gerade) für diejenigen, die dies nicht verhindern können.

Aber das große Wagnis eingehen, es mit auszuhalten.

Dafür müssen wir, dafür muss Jede und Jeder die Zeit haben, sich vorzubereiten.

An diesem Tag ist die Zeit.

Kennen Sie das Gefühl?

Sie sind zum ersten Mal in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderungen. Fremd, geräuschvoll, direkt, und eine andere Ästhetik. Sie sind irritiert... sie sind unsicher...

Ist das normal?

oder

Sie sind im Altenheim, im Krankenhaus; der Geruch, die Zimmer, die Laute, gar der Blick, die Kleidung der dort tätigen Menschen... es ist so anders...

Ist das normal?

oder

Das Verhalten eines Fremden in der Öffentlichkeit: laut, befremdlich, unnormal?

Gibt es Normalität, was ist normal, was ist die Norm, wie "soll es sein"? Eine Idee, ein Wunsch oder ein realistisches Ziel im Leben (und in der Erziehung)?

Wie damit umgehen, mit dem Fremden, dem Anderen? Ignorieren, es verändern, es nicht wahr haben wollen...?

Wir haben viele Strategien, mit "dem Fremden", "dem "Unnormalen" umzugehen. Einige davon wollen wir an diesem Tag und unter fachlicher Anleitung genauer ansehen.

Wo sind unsere Grenzen dabei, was können wir tolerieren, was ist für uns zu viel...?

Der BFD 27+ ist auch im Grenzbereich tätig. An der Grenze zwischen "normal und unnormal".

Wir reden und erleben diese und unsere eigenen Grenzen.

 

 

 

 

Wissen Sie, wo das Glück wohnt?

Wenn ja, was hindert uns daran, auf dieses Ziel zuzuwandern?
Wenn nein, warum streben wir trotzdem danach?

Die Idee für diesen Bildungstag ist, sich endlich einmal die Zeit zu nehmen, um zu denken. Um Nach-zu-denken, sich also keine einzige, ach so "praktische" Frage schnell zu beantworten. Sich vielmehr die Gelegenheit zu geben, eine der uralten, "unpraktischen" Fragen zu stellen. Zum Beispiel die Frage nach dem "Glück". Wer gibt, wer hat auf diese Frage welche Antwort?

An diesem Tag versuchen wir uns im Philosophieren. Es liegen uns fertige Ideen, fertige Antworten vor, es bleibt aber genügend Raum für das Eigene, die ureigene Antwort.

Viele Beispiele aus der Psychologie, aus der klassischen Philosophie, aus der Soziologie, aus der Biologie, sogar aus der Chemie, werden uns beim Sinnieren über die Fragen und die Antworten nach dem Glück anregen und unterstützen.

Eine spannende Gedankenreise, die wir gemeinsam antreten.

Sind Sie auf Ihre Antwort neugierig geworden?

"Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Wandern" heißt mit einer kleinen Abwandlung (im Orginal: "...beim Reden") der Titel eines berühmten Essays Heinrich von Kleists.

Die Erfahrung bestätigt aber auch diesen Satz.

Bewegen hilft beim Denken. Und die schönste und erholsamste Form der Bewegung ist das Wandern.
Dem dient dieser Bildungstag. Wir werden uns einen gut begehbaren, landschaftlich und kulturell schönen und interessanten Weg vornehmen. Berg oder Tal, Wald und Feld. Ob klassisch auf den Spuren anderer, gar berühmter Wanderer oder eine neue Strecke selbst erkunden. Das entscheiden wir gemeinsam.

Festes Schuhwerk bringen Sie mit, Verpflegung wir. Der Start und der Zielpunkt werden sicher nicht in Nürnberg sein. "Wo" ist noch offen und wird rechtzeitig ausgeschrieben. Ideen für ein lohnendes Ziel sind an jedem Bildungstag, von jedem Freiwilligen herzlich willkommen.

Wenn möglich, verbinden wir mit der gemeinsamen Wanderung mindestens zwei Besichtigungen: Einmal eine kulturelle (Kopf) und einmal eine für den Magen (Bauch).

Na, Lust aufs Mitwandern bekommen?

Dieser Tag ist dem Leichten, dem Schönen, der Kunst gewidmet.

Eine Berufsfotografin steht uns bei. Wir erfahren etwas zur Theorie der Fotografie, den Begrifflichkeiten und (notwendigen) technischen Erfordernissen. Wir bekommen von ihr Grundzüge zur Gestaltung von Fotografien erklärt. Sei es Landschaftsfotografie, sei es der spontane Schnappschuss, sei es Portraitfotografie oder sei es das Stilleben. All diese Formen der Fotografie haben ihre Regeln und Kunstkniffe.

Wir erfahren sie an diesem Tag.

Danach machen wir uns selbständig. Sie erhalten ein Thema, einen Auftrag und legen mit Ihrer Kamera los. Bei Bedarf stellen wir eine Kamera zur Verfügung. Sie finden Motive und Situationen, Augenblicke, die es wert sind, digital festgehalten zu werden.

Kurz: sie gehen auf die künstlerische "Jagd".

Mit der Beute (viele tolle Fotografien) treffen wir uns am Nachmittag. Wir bereiten die Fotos auf und machen daraus eine Leinwandvorführung für alle. Dabei wird uns die Fotografin Tipps und Anregungen am konkreten Beispiel geben.

Sie werden erstaunt sein, wie einfach und wie beeindruckend Ihre Fotos werden.

Alle Fotografien werden auf CD gebrannt und Sie erhalten zum Abschluss "die gesammelten Werke" dieses Tages.

Die allermeisten Bildungstage, die das DW Bayern verantwortet, sind eintägig. Die Abschlusstage nicht. Sie sind der Höhepunkt und der Schlusspunkt einer gemeinsamen Zeit. 

Sie bieten die Gelegenheit für Sie, ein Fazit zu ziehen. Zurückzublicken, einzuordnen und für die Zukunft gut "einzupacken und mitzunehmen."

War der "Halbzeittag" die Mitte, sind die Abschlusstage das "Ende" der Zeit im BFD 27+.

Deshalb ist die Wahl des Ortes wichtig.

Wir treffen uns in Rothenburg o.d.T. In einem "Kurhotel ersten Ranges", das uns wie ein Schloss empfängt. "Wildbad" ist der Name und ein Blick in die Geschichte zeigt, dass dieser Ort würdig genug ist, uns bei unserem  Abschluss zu beherbergen.

An den beiden Tagen (zumeist im Juli) werden Rückblick und Ausblick, die beiden Köpfe der Zeit, ihre Gelegenheit bekommen.

In einer "fürstlichen" Umgebung werden wir gemeinsam Rückschau halten, an die Höhepunkte erinnern und diese feiern und uns die Niederschläge vergegenwärtigen. Sie haben die Gelegenheit, Ihre ganz persönliche Bilanz zu ziehen und sich gemeinsam zu erinnern.

Wir werden sowohl Stadt als auch Umgebung erkunden und am Abend gemeinsam Abschied feiern.

Es ist hier auch die Zeit für Sie, nach vorne zu blicken. Wie geht es weiter? Welche Perspektiven erwarten Sie? Pläne, Vorhaben, Ziele...

Gemeinsam feiern, gemeinsam erinnern, Abschied nehmen, Neues beginnen.

Das ist das Motto am Ende des Kreises BFD27+

Hier ist der Platz für Ihre Idee.

Sagen Sie es uns, bringen Sie es an einem Bildungstag, z.B. am "Begrüßungstag" oder am "Halbzeittag" ein. Sie haben die Möglichkeit, für diesen Tag ihr ganz persönliches Thema vorzuschlagen.

Die Arbeitsteilung lautet:

Sie haben die Idee und wir kümmern uns um die Umsetzung.

Auf dass es allen Spaß bereitet.

Dies ist der Tag für eine gemeinsame Idee.

Sind Sie im Bereich von Menschen mit Behinderungen eingesetzt?
Arbeiten Sie im Pflegebereich?
In der Kirchengemeinde?
Im Kindergarten?
In der Förderstätte?
Im Fahrdienst? In der Hausmeisterei? In einer Schule oder einer Kultureinrichtung?

....wo auch immer...

Dort engagieren sich auch andere Freiwillige.

Vielleicht ergeben sich gemeinsame Ideen. Besprechen Sie dies mit Kollegen und Kolleginnen. Bringen Sie dies ein. Wir kreieren (fast) alles.

Sei es eine Städteexkursion, eine besondere kulturelle Aufführung, ein Event, eine Ausstellung, eine Messe.

Testen Sie uns.

Denn wir wollen, dass der BFD27+ als Zeit auch Ihnen gehört.

 

 

 

Dies ist der Ort für Neues.

Für Themen, die von uns eingebracht werden.

Für Themen und Aktionen, die Kollegen aus anderen Werken und Kirchen, aus anderen Verbänden bereits ausprobiert haben. Die wir für Sie auch im Bereich der bayerischen Diakonie einmal ausprobieren möchten. Wir werden immer wieder mit Vorschlägen und Anregungen rechtzeitig an Sie herantreten.

Um Sie und uns zu überraschen.

Und zu erfreuen.


Falls es uns ein klein bisschen klüger macht, haben wir auch nichts dagegen.